Pilgerweg nach Assisi

  Stadt des Pilgerweg

”Vade Francisco et repara domum meam”

Link: Vita e opera di Francesco

Pilger im III. Jahrtausend

Wohinter verbirgt sich dieser starke Anreiz?
Auch wer in eigener Person die Erfahrung des einen oder anderen Pilgerweges in unserer Zeit gemacht hat und an eigenem Leib erfahren hat, wie schwierig es ist, auf dem Weg das Nötigste zu finden, wie z. B. ein Dach über dem Kopf, Wasser zum Durstlöschen und letztlich was Essbares, fragt sich und andere: was treibt uns zu diesem Abenteuer? Das größte Interesse kommt aus dem Norden Europas, insbesondere aus Deutschland und Frankreich, dann noch aus Kanada, Japan, Brasilien....und schließlich aus Italien: in letzter Zeit haben auch viele italienische Menschen die Notwendigkeit verspürt, neue existenzielle Erfahrungen zu erkunden, angetrieben durch im Inneren verborgene Motivationen. Die intellektuelle Ausbildung, sei sie weltlich oder kirchlich, (um nicht von der heutigen sozialpolitischen Wirklichkeit zu sprechen), kann nicht mehr die Aufmerksamkeit der heutigen Generationen gewinnen. Die jungen Leute leben die heutigen kulturell-religiösen Vorschriften nur mit großer Distanz, ganz abgesehen von dem durchlaufenen Bildungsweg, und so wächst in ihnen die Notwendigkeit, andere Modelle zu suchen, in die Tiefe zu gehen. Es ist wirklich erstaunlich festzustellen, dass so viele Kinder der zügellosen Genusssucht in dieser Bedrängnis echten Mut beweisen, neue Theorien zu erkunden, um grundlegende Vorkämpfer der eigenen inneren Verwandlung zu sein.

Warum sollte man eine franziskanische Pilgerung machen?

Der Hl. Franziskus, Schutzpatron Italiens, heiliger Christ, von allen Religionen- westlichen und östlichen – als „Vermittler“ anerkannt, der auch in der bürgerlichen Welt größten Respekt genießt, seit so langer Zeit, dass die Friedensrechtler dazu bringt, „weltliche Pilgerungen“ zu organisieren, die „Friedensmärsche“ genannt werden. Obgleich er aus einer wohlhabenden Familie stammt, wies er diese aus Privilegien bestehende Welt zurück, um die unermessliche Barmherzigkeit schätzen zu lernen: Franziskus hat alles abgelegt, um sich in den Dienst der Bedürftigen zu stellen, indem er zum „Letzten unter den Menschen“ wurde. Sein Beispiel war so groß, dass er in wenigen Jahren einen Orden der Armut ins Leben gerufen hat, der den Lehren des Evangeliums folgte. Sein Leben war eine immerwährende Lobeshymne an das Werk des Herrn, wie seinen Schriften zu entnehmen ist: der Vogelgesang ist ein Auszug Seiner großen Liebe.

Franziskus war ein Missionar und Pilger

Er reiste durch weite Strecken Italiens und folgte den gleichen Wegen der frommen Pilger, den eigentlichen "Motoren" des europäischen Mittelalters. Wie viele seiner Zeitgenossen, erreichte auch er den begehrtesten Bestimmungsort: Santiago de Compostela ("Franzikus ging in seiner Ergebenheit zum Hl. Jakobus von Galizien..." "aus den "Blümlein" ("I fioretti") des Hl. Franziskus). Der Hl. Franziskus war ein wahrer Pilger des Friedens im Heiligen Land im Jahre 1219 (Zeit der Kreuzzüge), der einzige Christ, der mit der "Lanze der Liebe" bewaffnet war, der furchtlos seinen Glauben an Christus verkündete, selbst dem Sultan Melek EL-Kamel. Später predigte er noch in Syrien und in Ägypten und versuchte sogar, Marokko zu erreichen.

Hl. Antonius aus Lissabon, ein weiterer unterwürfiger Mitbruder Franziskus', den dieser wegen seines tiefen spirituellen Eifers von Franziskus "mein Bischof" genannt wurde. Die Einsiedelei von Montepaola war seine erste Bleibe in Italien; innerhalb kurzer Zeit wurde er wegen seiner feurigen Reden geschätzt und seine Predigten wurden überall rezitiert; zuerst durchquerte er die Romagna und Norditalien, später war er in Frankreich anzutreffen, im Kampf gegen die albigieser Ketzerei. Schlussendlich predigte er noch im Veneto und in der Lombardei, bevor er zu seinem letzten Sitz in Padua gelangte. Man kann sich vorstellen, das der Prototyp des Pilgers des "Assisi-Weges" eben dieser Antonius war, da er nachweislich in Montepaolo, La Verna, Cerbaiolo, Montecasale und auch in Assisi als Gemeindepfarre aus der Romagna und Norditaliens vorzufinden war, um bei der Verfassung der Ordensstatuten anwesend zu sein (1221/24/27/30).

Einer statistischen Untersuchung zufolgend, die im Bereich des Christentums geführt wurde, war er der meist verehrte Heilige der gesamten katholischen Kirche, der im Jahr 1946 auch zum "Doktor der Kirche" ernannt wurde.

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